Klimaschutz

[ Dämmen ist aktiver Klimaschutz ]

Auf der Zugspitze wird ein Gletscher komplett mit Folien abgedeckt, um ihn vor dem weiteren Abschmelzen zu schützen – eine von vielen Maßnahmen, die deutlich macht, wie dringend notwendig Klimaschutz in Deutschland ist. Das Thema geht uns alle an, Klimaschutz muss vor unserer Haustür stattfinden. Der sparsame Umgang mit Energie ist die wirksamste Methode, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Je weniger Öl und Gas wir in unseren Heizungsanlagen verbrennen, desto weniger umwelt- und klimaschädliches CO2 gelangt in die Atmosphäre.

Als Hausbesitzer muss es das Ziel sein, die Heizkosten so niedrig wie möglich zu halten – und das funktioniert am besten durch Dämmen der Gebäudehülle. Wer so sein Zuhause fit macht für die Zukunft, spart nicht nur bei den Energiekosten, sondern betreibt zugleich aktiven Klimaschutz. Und davon profitieren wir alle!

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Eberhard Brandes, Vorstand der Umweltstiftung
World Wide Fund For Nature (WWF) in Deutschland

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[ Energiesparen durch Dämmen ist aktiver Klimaschutz ]

Wie steht Deutschland da im internationalen Vergleich beim Thema Klimaschutz?
Brandes: Hierzulande hat sich schon einiges bewegt. Aber wir müssen mehr tun. International ist die Entwicklung besorgniserregend: Anstatt zu fallen steigt der Ausstoß von klimafeindlichen Treibhausgasen kontinuierlich.

Sind nicht vor allem die großen Industriebetriebe und der Autoverkehr schuld daran?
Brandes: Nicht nur. Auch schlecht gedämmte und unsanierte Häuser tragen erheblich dazu bei. Allein 30 Prozent der Treibhausgase in Deutschland entstehen hier.

Wie kann man als Hausbesitzer zum Klima­schutz beitragen?
Brandes: Der durchschnittliche EU-Haushalt verbraucht jedes Jahr 10.000 Kilowattstunden (kWh) Energie zum Heizen. Davon geht die Hälfte verloren. Vor allem unsanierte Gebäude ohne ausreichenden Wärmeschutz, von denen es in Deutschland noch viel zu viele gibt, vergeuden wertvolle Energie. Hier gilt es anzusetzen. Allein durch das Dämmen von Dach, ­Wänden, Decken, Böden und Heizungsleitungen lässt sich bis zu 50 Prozent der Energie einsparen.

Die Folgen des Klimawandels sind ja teilweise schon erkennbar. Ist es für Maßnahmen nicht längst zu spät?
Brandes: Keineswegs. Die schlimmsten Folgen des Klimawandels lassen sich noch ­abwenden, wenn wir jetzt konsequent handeln. Der WWF zeigt in der ­Studie ­„Modell Deutsch­land – Klimaschutz bis 2050“, wie sich in Deutschland der Ausstoß an Treib­haus­gasen bis 2050 fast komplett auf null fahren lässt. Wir zeigen eindeutig, dass dies nicht nur technisch machbar, sondern vor allem auch ­bezahlbar ist. Deutschland könnte so als Vorbild für andere Länder dienen und damit einen wichtigen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz leisten. Dafür müssten dann zum Beispiel im Jahr ­doppelt so viel Gebäude saniert werden wie heute. Fürs Heizen würde dann nur ein Zehntel der Energie ­ge­­braucht, die man heute benötigt.

 
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Abdeckung eines Gletschers auf der Zugspitze.
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Abdeckung eines Gletschers auf der Zugspitze.